Bioethanol Besteuerung

Ein Liter Biosprit ist finanziell erheblich günstiger als herkömmliches Benzin, das an den Zapfsäulen täglich neue Höchststände erklimmt. Derzeit ist ein Liter Bioethanol für etwa 95 Cent pro Liter an den Tankstellen erhältlich. Ein Grund dafür ist die bisher unterschiedliche Besteuerung beider Treibstoffarten. So soll die Biospritbesteuerung im Gegensatz zu Biodiesel und Pflanzenöl bis in das Jahr 2015 von der Mineralölsteuer befreit sein. Danach ist eine schrittweise Angleichung der Biospritbesteuerung an den gängigen Mineralölsteuersatz geplant.

Um die Produktion von Biosprit weiter zu fördern, und gleichzeitig den umweltschädlichen Kohlendioxidausstoß zu verringern, wird die Beimischung von Biosprit Schritt für Schritt erhöht. Das Bioethanol, das dem Benzin beigemischt wird, unterliegt dabei derselben Mineralölsteuer wie gewöhnliches Benzin. Die Bundesregierung hat beschlossen, den Anteil von Bio-Ethanol im Ottokraftstoff am 1. Januar 2009 auf 10% anzuheben. Noch haben vor allem die Mineralölkonzerne und die Autoindustrie großes Interesse daran, diese neue Regelung zu verhindern. Sie werden nicht müde zu behaupten, dass zahlreiche gängige Automodelle dem Ethanolanteil im Treibstoff nicht gewachsen sind.

Ziel der geringeren Biospritbesteuerung ist die Förderung von Technologien, die die Abhängigkeit von Ölvorkommen senken. Im Gegensatz zu normalem Alkohol fällt bei der Biospritbesteuerung keine Branntweinsteuer an, deshalb ist Bio-Ethanol mit Stoffen versetzt, die es als Genussmittel unbrauchbar machen.