Herstellung von Bioethanol

Im Gegensatz zu Biodiesel und Pflanzenöl, findet Bioethanol bei Ottomotoren Anwendung. Als Grundlage für den Treibstoff dient Ethanol, was als Ersatz für Methyl-tert-butylether im Kraftstoff verwendet wird.

Als Rohstoffe für die Herstellung von Bioethanol eignen sich stärke- zucker-, sowie cellulosehaltige Pflanzen. Am effizientesten sind stark zucker- und stärkehaltige Pflanzen, wie beispielsweise Zuckerrüben, Roggen, Weizen, Kartoffeln und Mais. Letzterer spielt vor allem in den USA und in Europa eine große Rolle. Durch verschiedene enzymatische Reaktionen, lassen sich jedoch auch Energiepflanzen, Stroh und Holz zur Synthese von Bioethanol nutzen. Hier mangelt es derzeitig jedoch noch an der nötigen Effizienz.



Der Fermentationsprozess von Ethanol zur Herstellung von Bioethanol verläuft analog zur Alkoholherstellung. Ethanol entsteht durch alkoholische Gärung aus Glucose (6-fach Zucker), an der Mikroorganismen, meistens Hefen, beteiligt sind. Eine Aufreinigung der verschiedenen Produkte findet durch thermische Trennverfahren statt. Zur Herstellung von Biosprit ist es weiterhin erforderlich den Reinheitsgrad des Ethanols auf mehr als 99% zu erhöhen. Dazu wird er dehydratisiert. Theoretisch wäre auch eine Synthese aus fossilen Energieträgern möglich, dies widerspricht jedoch dem eigentlichen Ansatz von Bioethanol.

Die einzelnen Herstellungsschritte gliedern sich wie folgt. Wird stärkehaltiges Ausgangsmaterial eingesetzt, ist es notwendig dieses zuerst aufzubereiten. Dies erfolgt beispielsweise durch vermahlen oder Zerkleinerung und die anschließende Beimengung von Enzymen. Ähnliches gilt auch für cellulosehaltige Rohstoffe, die ebenfalls durch den Einsatz von Enzymen und Säuren für den Fermentationsprozess vorbereitet werden müssen. Im Falle von zuckerhaltigen Ausgangsmaterialien entfällt dieser Schritt. Sie können direkt der alkoholischen Gärung zugeführt werden. Die aus der Fermentation entstehende Maische besitzt in der Regel einen Ethanolgehalt von ca. 12%. Durch den Destillationsprozess findet eine Aufreinigung auf ca. 94,6% statt. Dieses Produkt bezeichnet man als Rohalkohol.

In einem Trocknungsprozess, der Dehydratisierung, wird der Wasseranteil stetig verringert, so dass das Endprodukt einen Reinheitsgrad von mehr als 99% erreicht. Der hohe Reinheitsgrad ist zur Beimischung von Ethanol im Benzin notwendig. Dies resultiert daraus, dass sich das im Ethanol enthaltene Wasser absetzen würde, was eine schädigende Wirkung auf den Ottomotor hätte. Fahrzeuge die ausschließlich mit Ethanol fahren können, benötigen nicht zwingend aufgereinigtes Ethanol. Die Nebenprodukte der Fermentation können ihrerseits, in anderen Wirtschaftszweigen, erneut eingesetzt und verarbeitet werden.